Gebäudeaufnahmen und der Weg dorthin

Gebäudeaufnahmen und der Weg dorthin

RTW Architekten Volksheimstaette Nacht 1

Architekturfotografie und der beschwerliche Weg dorthin

 

Architekturfotografien sind meist ästhetisch, clean und vermeintlich makellos – der Weg zu ihnen ist es definitiv nicht.

Das beginnt in der Regel damit, dass es sich bei der Zeitspanne zwischen dem Augenblick der Fertigstellung und der Inbetriebnahme durch Bewohner oder Betreiber eher um einen Zeitpunkt handelt. Während vorne noch der Gartenbauer das letzte Pflaster rüttelt und die Büsche angegossen werden, tragen hinten bereits die ersten Mieter die Liegestühle auf den Balkon. Fotografen schätzen aber weder Dixi-Toiletten und Bauzäune in ihren Werken noch Fassaden in denen schon die ersten schiefen Jalousien die Symmetrie der Glasflächen fröhlich beleben. Außerdem haben sie meist noch sehr präzise Wünsche an das Wetter und Sonnenlichtstände. Grätscht dann noch die Gebäudetechnik dazwischen, schmilzt die vermeintliche Spanne schnell gen null.

Die beschwerliche Praxis der Architekturfotografie

Der perfekte Zeitraum für die Dämmerungsaufnahmen unseres jüngsten Projekts wurde vom Fotografen auf 21.45 Uhr bis 22.15 Uhr festgezurrt. Das liest sich in der Theorie leider unkomplizierter als es sich in der Realität anfühlt. Die Bauherrin teilte uns mit, dass das fragliche Gebäude ab 21.00 Uhr in stromsparende Dunkelheit abtaucht und dieser Vorgang mit der Alarmanlage gekoppelt sei.

Einfach um 21.30 Uhr im Gebäude alle Lichter anzuschalten war also leider nicht möglich – die örtliche Polizei oder Feuerwehr möchte der Fotograf auch nicht auf dem Foto haben.

Aber die Bauherrin war kooperativ und so wurde eine Lösung gefunden. Mittels einer App sollte ein Mitarbeiter das Licht im Gebäude von außen – bzw. in diesem Fall vom heimischen Sofa aus – einschalten. Der Fotograf hat sein Equipment strategisch rund ums Gebäude platziert, um die fraglichen 30 Minuten bestmöglich zu nutzen. Vermeintlich von Zauberhand fahren also nach einem Anruf beim „Herrn über die Gebäudetechnik“ alle Jalousien an ihren Platz und alle Leuchten werden eingeschaltet. Der Fotograf ist zufrieden, bis nach kurzer Zeit das Gebäude scheinbar eigenmächtig beginnt, sich wieder in seinen Ruhezustand zu begeben. Ein weiterer Anruf wird notwendig. Das Spiel beginnt von Neuem. Leider entwickelt die Gebäudetechnik ein energisches und ausgesprochen beharrliches Eigenleben. Die Zeitspanne zwischen beleuchtet und unbeleuchtet wird mit jedem Zyklus aus Anruf und Bedienen der App kürzer. Der Himmel wird dunkler.

Wir bedanken uns an dieser Stelle noch einmal ganz ausdrücklich beim Fotografen und dem Mitarbeiter, der die Technik bedient hat. Haben die beiden uns doch letztendlich zu den gewünschten Aufnahmen verholfen. Es bleibt zum Schluss aber doch die Frage, wer beherrscht hier eigentlich wen?

Der Weg zu weiteren Fotos und Fakten zum Projekt Volksheimstätte Göttingen führt über einen Klick auf diesen Link.

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Architekturfotografie und der beschwerliche Weg dorthin

 

Architekturfotografien sind meist ästhetisch, clean und vermeintlich makellos – der Weg zu ihnen ist es definitiv nicht.

Das beginnt in der Regel damit, dass es sich bei der Zeitspanne zwischen dem Augenblick der Fertigstellung und der Inbetriebnahme durch Bewohner oder Betreiber eher um einen Zeitpunkt handelt. Während vorne noch der Gartenbauer das letzte Pflaster rüttelt und die Büsche angegossen werden, tragen hinten bereits die ersten Mieter die Liegestühle auf den Balkon. Fotografen schätzen aber weder Dixi-Toiletten und Bauzäune in ihren Werken noch Fassaden in denen schon die ersten schiefen Jalousien die Symmetrie der Glasflächen fröhlich beleben. Außerdem haben sie meist noch sehr präzise Wünsche an das Wetter und Sonnenlichtstände. Grätscht dann noch die Gebäudetechnik dazwischen, schmilzt die vermeintliche Spanne schnell gen null.

Die beschwerliche Praxis der Architekturfotografie

Der perfekte Zeitraum für die Dämmerungsaufnahmen unseres jüngsten Projekts wurde vom Fotografen auf 21.45 Uhr bis 22.15 Uhr festgezurrt. Das liest sich in der Theorie leider unkomplizierter als es sich in der Realität anfühlt. Die Bauherrin teilte uns mit, dass das fragliche Gebäude ab 21.00 Uhr in stromsparende Dunkelheit abtaucht und dieser Vorgang mit der Alarmanlage gekoppelt sei.

Einfach um 21.30 Uhr im Gebäude alle Lichter anzuschalten war also leider nicht möglich – die örtliche Polizei oder Feuerwehr möchte der Fotograf auch nicht auf dem Foto haben.

Aber die Bauherrin war kooperativ und so wurde eine Lösung gefunden. Mittels einer App sollte ein Mitarbeiter das Licht im Gebäude von außen – bzw. in diesem Fall vom heimischen Sofa aus – einschalten. Der Fotograf hat sein Equipment strategisch rund ums Gebäude platziert, um die fraglichen 30 Minuten bestmöglich zu nutzen. Vermeintlich von Zauberhand fahren also nach einem Anruf beim „Herrn über die Gebäudetechnik“ alle Jalousien an ihren Platz und alle Leuchten werden eingeschaltet. Der Fotograf ist zufrieden, bis nach kurzer Zeit das Gebäude scheinbar eigenmächtig beginnt, sich wieder in seinen Ruhezustand zu begeben. Ein weiterer Anruf wird notwendig. Das Spiel beginnt von Neuem. Leider entwickelt die Gebäudetechnik ein energisches und ausgesprochen beharrliches Eigenleben. Die Zeitspanne zwischen beleuchtet und unbeleuchtet wird mit jedem Zyklus aus Anruf und Bedienen der App kürzer. Der Himmel wird dunkler.

Wir bedanken uns an dieser Stelle noch einmal ganz ausdrücklich beim Fotografen und dem Mitarbeiter, der die Technik bedient hat. Haben die beiden uns doch letztendlich zu den gewünschten Aufnahmen verholfen. Es bleibt zum Schluss aber doch die Frage, wer beherrscht hier eigentlich wen?

Der Weg zu weiteren Fotos und Fakten zum Projekt Volksheimstätte Göttingen führt über einen Klick auf diesen Link.

Nachhaltigkeit in der Architektur | Bauen im Bestand ist aktiver Klimaschutz

Nachhaltigkeit in der Architektur | Bauen im Bestand ist aktiver Klimaschutz

RTW Architekten Bauen im Bestand 052022

Nachhaltigkeit in der Architektur |

Bauen im Bestand ist aktiver Klimaschutz

In einem der letzten Artikel haben wir Nachhaltigkeit in Hinsicht auf ein neugebautes Gebäude im Zusammenspiel mit einer DGNB-Zertifizierung beleuchtet. Das Thema betrachten wir als Architekten natürlich deutlich breiter und differenzierter. Denn vor der Frage, wie nachhaltig kann ich den geplanten Neubau gestalten, stellt sich die Frage, muss es überhaupt ein Neubau sein?

Für den neuen Nachhaltigkeits-Report des Immobilien-Berufsverbandes RICS (Royal Institution of Chartered Surveyors) wurden weltweit mehr als 4000 Investor*innen befragt. Nur jede*r Vierte teilt mit, über die Emissionen der Lebenszyklen am Bau Bescheid zu wissen. Mehr als 70 % geben an, über keine detaillierten Kenntnisse zu verfügen, wie schädlich ihr Investment im Bau und der Bewirtschaftung sei.

Wie nachhaltig ist ein Gebäude?

Um diese Frage zu beantworten, wird in der Regel schwerpunktmäßig der Gebäudebetrieb betrachtet, statt den gesamten Lebenszyklus einzubeziehen. Eine Sanierung gilt dann schnell als unwirtschaftlich und das Bestandsgebäude wird abgerissen. An seine Stelle tritt ein Neubau nach aktuellen Bestimmungen. Die Auswirkungen auf die Gesamt-Klimabilanz des Bausektors bleiben unbeachtet. Dabei sind diese beträchtlich.

Das Umweltbundesamt und das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) geben hierzu eine Reihe an Zahlen heraus hinsichtlich Abfallaufkommen, Energieverbrauch und CO²-Emissionen heraus. Wir werden auf diese nicht detaillierter eingehen, da sie naturgegeben nicht statisch sind. Bei Interesse können Sie die veröffentlichten Werte in den verlinkten Publikationen nachlesen:

Umweltfußabdruck von Gebäuden

Abfallaufkommen im Bausektor

Rekord-CO2-Ausstoß im Baubereich

Nachhaltigkeit | Fazit aller Rechenspiele:

Klimafreundlicher ist es oft, bestehende Gebäude so lange als möglich zu nutzen. Hier liegen enorme Potenziale, Ressourcen und CO² zu sparen, gerade im Hinblick auf die „graue Energie“ und das Vermeiden von Müll. Zudem spart man die Energie, die in das Abbrechen selbst fließt.

Natürlich ist das Bauen im Bestand oft planungsintensiver, weshalb Architekten oft lieber einen Neubau planen als den Bestand umzuplanen und zu sanieren. Aber wir sind der Meinung, gesamtgesellschaftlich betrachtet lohnt es sich, sich den Herausforderungen des Bauens im Bestand zu stellen. Was wir mit zahlreichen Bauvorhaben auch bereits getan haben oder aktuell tun. Unser jüngstes Projekt, das kurz vor der Fertigstellung steht ist das Motel One in Hannover.

Das Gebäude an der Georgstraße wurde 1927 von den Architekten Brüder Siebrecht als Verlagshaus für den „Hannoverschen Kurier“ erbaut und steht unter Denkmalschutz. Für die meravis Gewerbeimmobilien GmbH bauen wir das ehemalige Büro- und Geschäftshaus derzeit zu einem Motel One um.​

 

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Nachhaltigkeit in der Architektur |

Bauen im Bestand ist aktiver Klimaschutz

 

In einem der letzten Artikel haben wir Nachhaltigkeit in Hinsicht auf ein neugebautes Gebäude im Zusammenspiel mit einer DGNB-Zertifizierung beleuchtet. Das Thema betrachten wir als Architekten natürlich deutlich breiter und differenzierter. Denn vor der Frage, wie nachhaltig kann ich den geplanten Neubau gestalten, stellt sich die Frage, muss es überhaupt ein Neubau sein?

Für den neuen Nachhaltigkeits-Report des Immobilien-Berufsverbandes RICS (Royal Institution of Chartered Surveyors) wurden weltweit mehr als 4000 Investor*innen befragt. Nur jede*r Vierte teilt mit, über die Emissionen der Lebenszyklen am Bau Bescheid zu wissen. Mehr als 70 % geben an, über keine detaillierten Kenntnisse zu verfügen, wie schädlich ihr Investment im Bau und der Bewirtschaftung sei.

Wie nachhaltig ist ein Gebäude?

Um diese Frage zu beantworten, wird in der Regel schwerpunktmäßig der Gebäudebetrieb betrachtet, statt den gesamten Lebenszyklus einzubeziehen. Eine Sanierung gilt dann schnell als unwirtschaftlich und das Bestandsgebäude wird abgerissen. An seine Stelle tritt ein Neubau nach aktuellen Bestimmungen. Die Auswirkungen auf die Gesamt-Klimabilanz des Bausektors bleiben unbeachtet. Dabei sind diese beträchtlich.

Das Umweltbundesamt und das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) geben hierzu eine Reihe an Zahlen heraus hinsichtlich Abfallaufkommen, Energieverbrauch und CO²-Emissionen heraus. Wir werden auf diese nicht detaillierter eingehen, da sie naturgegeben nicht statisch sind. Bei Interesse können Sie die veröffentlichten Werte in den verlinkten Publikationen nachlesen:

Umweltfußabdruck von Gebäuden

Abfallaufkommen im Bausektor

Rekord-CO2-Ausstoß im Baubereich

Nachhaltigkeit | Fazit aller Rechenspiele:

Klimafreundlicher ist es oft, bestehende Gebäude so lange als möglich zu nutzen. Hier liegen enorme Potenziale, Ressourcen und CO² zu sparen, gerade im Hinblick auf die „graue Energie“ und das Vermeiden von Müll. Zudem spart man die Energie, die in das Abbrechen selbst fließt.

Natürlich ist das Bauen im Bestand oft planungsintensiver, weshalb Architekten oft lieber einen Neubau planen als den Bestand umzuplanen und zu sanieren. Aber wir sind der Meinung, gesamtgesellschaftlich betrachtet lohnt es sich, sich den Herausforderungen des Bauens im Bestand zu stellen. Was wir mit zahlreichen Bauvorhaben auch bereits getan haben oder aktuell tun. Unser jüngstes Projekt, das kurz vor der Fertigstellung steht ist das Motel One in Hannover.

Das Gebäude an der Georgstraße wurde 1927 von den Architekten Brüder Siebrecht als Verlagshaus für den „Hannoverschen Kurier“ erbaut und steht unter Denkmalschutz. Für die meravis Gewerbeimmobilien GmbH bauen wir das ehemalige Büro- und Geschäftshaus derzeit zu einem Motel One um.​

 

Realisierungswettbewerb Verwaltungsgebäude Sparkasse Marburg

Realisierungswettbewerb Verwaltungsgebäude Sparkasse Marburg

RTW Architekten Sparkasse Marburg Visu Platz 032022RTW Architekten Sparkasse Marburg Visu Platz 032022 295x200
RTW Architekten Sparkasse Marburg Lageplan 032022RTW Architekten Sparkasse Marburg Lageplan 032022 295x200
RTW Architekten Sparkasse Marburg Erdgeschoss 032022RTW Architekten Sparkasse Marburg Erdgeschoss 032022 295x200
RTW Architekten Sparkasse Marburg Obergeschoss 032022RTW Architekten Sparkasse Marburg Obergeschoss 032022 295x200
RTW Architekten Sparkasse Marburg Ansicht Ost 032022RTW Architekten Sparkasse Marburg Ansicht Ost 032022 295x200
RTW Architekten Sparkasse Marburg 2 Obergeschoss 032022RTW Architekten Sparkasse Marburg 2 Obergeschoss 032022 295x200
RTW Architekten Sparkasse Marburg Ansicht Sued 032022RTW Architekten Sparkasse Marburg Ansicht Sued 032022 295x200
RTW Architekten Sparkasse Marburg Ansicht West 032022RTW Architekten Sparkasse Marburg Ansicht West 032022 295x200
RTW Architekten Sparkasse Marburg Wohnen Ansicht Sued 032022RTW Architekten Sparkasse Marburg Wohnen Ansicht Sued 032022 295x200
RTW Architekten Sparkasse Marburg Wohnen Ansicht West 032022RTW Architekten Sparkasse Marburg Wohnen Ansicht West 032022 295x200
RTW Architekten Sparkasse Marburg Wohnen EG 032022RTW Architekten Sparkasse Marburg Wohnen EG 032022 295x200

Realisierungswettbewerb Verwaltungsgebäude Sparkasse Marburg

2020 hatten die Sparkasse und die Stadt Marburg einen städtebaulichen Wettbewerb für das südliche Stadtgebiet Marburgs ausgelobt. Ziel war es eine städtebauliche Lösung für das Areal zu finden, das einem Neubau der Sparkassenhauptverwaltung Raum bietet, Außerdem galt es auf die anhaltend hohe Wohnraumnachfrage zu reagieren.

Der städtebauliche Siegerentwurf sieht vor, den Neubau des Sparkassenhauptsitzes auf dem Areal zwischen Cappeler Straße und Frauenbergstraße anzusiedeln. Zusätzliche Wohnbebauung soll das Verwaltungsgebäude einbetten im Quartier.

Auf dieser Grundlage hat die Sparkasse Marburg einen Realisierungswettbewerb für den Neubau ihrer Hauptverwaltung ausgeschrieben.

4 m Höhenversatz des Geländes von West nach Ost sind bei den Planungen sowohl des Sparkassen-Gebäudes als auch bei der Wohnbebauung zu berücksichtigen. Teile des Erdge­schosses des Verwaltungsgebäudes liegen deshalb im Erdreich. Alle Gebäude sind gestaffelt ins Gelände geplant und somit barrierefrei erschließbar.

Verwaltungsgebäude Sparkasse Marburg | Gestaltung

Unser Entwurf für das Verwaltungsgebäude der Sparkasse formt sich aus drei fünf- und sechs­geschossigen Türmen. Diese sind als klassische Blockbebauung in den ersten drei Geschossen miteinander verbunden. Die dreigeschossigen Gebäudebereiche bieten Raum für Dachterrassen für die darüberliegenden Geschosse. Der Innenhof, der sich oberhalb des Erdgeschosses befindet, bietet zusätzliche geschützte Aufenthaltsräume. Das Erdgeschoss zum Quartiersplatz zeigt sich mit vier Metern Geschosshöhe repräsentativ und einladend. Die darüberliegenden Ebenen ermög­lichen mit einer Geschosshöhe von 3,50 m vielseitige und flexible Büro- und Gemeinschafts­nutzung. Das sechste Geschoss – die „Krone“ – bildet mit 4,50 m Geschosshöhe den Abschluss zum Quartierplatz.

Große Öffnungen zum Quartiersplatz und den anderen Seiten markieren die Eingänge der Sparkasse.

Der höchste, sechsgeschossige Turm schiebt sich schräg aus seiner Grundform zum Platz hinaus und prägt den Haupteingang. Eine große, zweigeschossige Öffnung in der Fassade bildet den Abschluss der Gebäudefigur. Die Schräge im Turm erzeugt eine Platz-Dynamik, die die städtebaulich relativ starre Situation entspannt.

Die Fassadengestaltung unseres Entwurfs sieht ein einheitliches, sich wiederholendes Raster vor. Nach außen präsentiert sich die hochwertige, helle Klinkerfassade durch ein vertikal ausgeprägtes Format, in der größere Öffnungen klar die Eingänge markieren.

Nachhaltigkeit

Die Grundstruktur des Gebäudes wurde auf eine lange Nutzungsdauer ausgelegt. Die gewählte Fassadenstruktur ermöglicht eine hohe Flexibilität in der Grundrissgestaltung. Die vertikal gegliederte Fassade bietet in kleinen, regelmäßigen Abständen Anschlusspunkte für Innen­wän­de in dem vorgegebenen Ausbauraster von 1,35 m. Dadurch kann auf zukünftige Anforde­rungen an die Flächen und deren Organisation reagiert werden und die Grundstruktur erhalten bleiben.

Auf den drei Türmen und damit auch Hochpunkten unseres Entwurfs sind Photovoltaikanlagen zur Stromerzeugung vorgesehen. Zusätzlich ist in den Technikflächen ein Batteriespeicher vorgesehen, sodass die Sparkasse ihren eigenen Strombedarf, auch wenn die Sonne nicht scheint, deckt. Auf diese Weise profitiert auch die für die Tiefgarage vorgesehene Ladestruktur für E-Mobilität. Überschüsse werden für den späteren Bedarf gespeichert. Erst wenn die Batterie voll ist, wird in das Netz eingespeist.

Ideenteil Wohnbebauung | Baufeld 2 und 3

Parallel zum Realisierungswettbewerb für ihren Verwaltungsbau hat die Sparkasse Marburg einen Ideenwettbewerb für die im neuen Quartier zu planende Wohnbebauung ausgeschrieben. Ziel soll es sein, Wohnraum in unterschiedlichen Wohnungsgrößen zu schaffen. Mindestens 30% der Einheiten ist als geförderter Wohnungsbau vorzusehen. Im Erdgeschoss sollen Läden und Dienst­leister angesiedelt werden, die dazu beitragen, ein belebtes, urbanes Viertel zu schaffen.

Das Quartier ist sehr gut an den öffentlichen Nahverkehr angeschlossen. Bushaltestellen sind fußläufig erreichbar. Für den Weg in die Innenstadt benötigt man mit dem Fahrrad ca. 13 min. Der Bahnhof Marburg Süd ist zu Fuß in ca. 15 min zu erreichen. Dies reduziert den PKW-Stellplatz­schlüssel für dieses Stadtgebiet.

Entwurf

Unser Entwurf sieht eine gemischte Nutzung aus Café, Nahversorgung und Wohnbebauung vor. Zwei drei- bis fünfgeschossige Quartiersblöcke umschließen jeweils einen geschützten Innenhof. Die Quartiere öffnen sich zu zwei, bzw. drei Seiten in den Stadtraum. Die Gebäude werden über die halböffentlichen Innenhöfe erschlossen.

Alle 3- bis 6-Spänner haben einen eigenen Eingang und werden über ein minimiertes, zentrales Treppenhaus erschlossen, um die größtmögliche Fläche als Wohnraum nutzen zu können. Der geplante Wohnungsmix von 2- bis 4-Zimmer-Wohnungen ermöglicht eine gesunde Mischung der Bewohner von Familien, Senioren, Singles und Studenten. Jeweils 40 % der Einheiten sind 2- oder 3-Zimmer-Wohnungen.

Großzügige Wohnräume, reduzierte Flure und gebündelte Nebenraumzonen prägen die Grundrisse. Moderne, bodentiefe Fenster belichten alle Wohnräume großzügig mit Tageslicht. Jede Wohnung verfügt über einen privaten Außenraum als Balkon, Dachterrasse oder Mieter­garten im Erdgeschoss.

Zusätzliche geschützte, halböffentliche Freiflächen bieten die mit heimischen, ortstypischen Arten begrünte Innenhöfe als Quartiersplatz. Hier ermöglichen gemeinschaftliche Kinderspiel- und Grünflächen Austausch und Kontakt unter den Bewohnern aus dem Quartier und der umlie­gen­den Wohnbebauung.

 

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Realisierungswettbewerb Verwaltungsgebäude Sparkasse Marburg

2020 hatten die Sparkasse und die Stadt Marburg einen städtebaulichen Wettbewerb für das südliche Stadtgebiet Marburgs ausgelobt. Ziel war es eine städtebauliche Lösung für das Areal zu finden, das einem Neubau der Sparkassenhauptverwaltung Raum bietet, Außerdem galt es auf die anhaltend hohe Wohnraumnachfrage zu reagieren.

Der städtebauliche Siegerentwurf sieht vor, den Neubau des Sparkassenhauptsitzes auf dem Areal zwischen Cappeler Straße und Frauenbergstraße anzusiedeln. Zusätzliche Wohnbebauung soll das Verwaltungsgebäude einbetten im Quartier.

Auf dieser Grundlage hat die Sparkasse Marburg einen Realisierungswettbewerb für den Neubau ihrer Hauptverwaltung ausgeschrieben.

4 m Höhenversatz des Geländes von West nach Ost sind bei den Planungen sowohl des Sparkassen-Gebäudes als auch bei der Wohnbebauung zu berücksichtigen. Teile des Erdge­schosses des Verwaltungsgebäudes liegen deshalb im Erdreich. Alle Gebäude sind gestaffelt ins Gelände geplant und somit barrierefrei erschließbar.

Verwaltungsgebäude Sparkasse Marburg | Gestaltung

Unser Entwurf für das Verwaltungsgebäude der Sparkasse formt sich aus drei fünf- und sechs­geschossigen Türmen. Diese sind als klassische Blockbebauung in den ersten drei Geschossen miteinander verbunden. Die dreigeschossigen Gebäudebereiche bieten Raum für Dachterrassen für die darüberliegenden Geschosse. Der Innenhof, der sich oberhalb des Erdgeschosses befindet, bietet zusätzliche geschützte Aufenthaltsräume. Das Erdgeschoss zum Quartiersplatz zeigt sich mit vier Metern Geschosshöhe repräsentativ und einladend. Die darüberliegenden Ebenen ermög­lichen mit einer Geschosshöhe von 3,50 m vielseitige und flexible Büro- und Gemeinschafts­nutzung. Das sechste Geschoss – die „Krone“ – bildet mit 4,50 m Geschosshöhe den Abschluss zum Quartierplatz.

Große Öffnungen zum Quartiersplatz und den anderen Seiten markieren die Eingänge der Sparkasse.

Der höchste, sechsgeschossige Turm schiebt sich schräg aus seiner Grundform zum Platz hinaus und prägt den Haupteingang. Eine große, zweigeschossige Öffnung in der Fassade bildet den Abschluss der Gebäudefigur. Die Schräge im Turm erzeugt eine Platz-Dynamik, die die städtebaulich relativ starre Situation entspannt.

Die Fassadengestaltung unseres Entwurfs sieht ein einheitliches, sich wiederholendes Raster vor. Nach außen präsentiert sich die hochwertige, helle Klinkerfassade durch ein vertikal ausgeprägtes Format, in der größere Öffnungen klar die Eingänge markieren.

Nachhaltigkeit

Die Grundstruktur des Gebäudes wurde auf eine lange Nutzungsdauer ausgelegt. Die gewählte Fassadenstruktur ermöglicht eine hohe Flexibilität in der Grundrissgestaltung. Die vertikal gegliederte Fassade bietet in kleinen, regelmäßigen Abständen Anschlusspunkte für Innen­wän­de in dem vorgegebenen Ausbauraster von 1,35 m. Dadurch kann auf zukünftige Anforde­rungen an die Flächen und deren Organisation reagiert werden und die Grundstruktur erhalten bleiben.

Auf den drei Türmen und damit auch Hochpunkten unseres Entwurfs sind Photovoltaikanlagen zur Stromerzeugung vorgesehen. Zusätzlich ist in den Technikflächen ein Batteriespeicher vorgesehen, sodass die Sparkasse ihren eigenen Strombedarf, auch wenn die Sonne nicht scheint, deckt. Auf diese Weise profitiert auch die für die Tiefgarage vorgesehene Ladestruktur für E-Mobilität. Überschüsse werden für den späteren Bedarf gespeichert. Erst wenn die Batterie voll ist, wird in das Netz eingespeist.

Ideenteil Wohnbebauung | Baufeld 2 und 3

Parallel zum Realisierungswettbewerb für ihren Verwaltungsbau hat die Sparkasse Marburg einen Ideenwettbewerb für die im neuen Quartier zu planende Wohnbebauung ausgeschrieben. Ziel soll es sein, Wohnraum in unterschiedlichen Wohnungsgrößen zu schaffen. Mindestens 30% der Einheiten ist als geförderter Wohnungsbau vorzusehen. Im Erdgeschoss sollen Läden und Dienst­leister angesiedelt werden, die dazu beitragen, ein belebtes, urbanes Viertel zu schaffen.

Das Quartier ist sehr gut an den öffentlichen Nahverkehr angeschlossen. Bushaltestellen sind fußläufig erreichbar. Für den Weg in die Innenstadt benötigt man mit dem Fahrrad ca. 13 min. Der Bahnhof Marburg Süd ist zu Fuß in ca. 15 min zu erreichen. Dies reduziert den PKW-Stellplatz­schlüssel für dieses Stadtgebiet.

Entwurf

Unser Entwurf sieht eine gemischte Nutzung aus Café, Nahversorgung und Wohnbebauung vor. Zwei drei- bis fünfgeschossige Quartiersblöcke umschließen jeweils einen geschützten Innenhof. Die Quartiere öffnen sich zu zwei, bzw. drei Seiten in den Stadtraum. Die Gebäude werden über die halböffentlichen Innenhöfe erschlossen.

Alle 3- bis 6-Spänner haben einen eigenen Eingang und werden über ein minimiertes, zentrales Treppenhaus erschlossen, um die größtmögliche Fläche als Wohnraum nutzen zu können. Der geplante Wohnungsmix von 2- bis 4-Zimmer-Wohnungen ermöglicht eine gesunde Mischung der Bewohner von Familien, Senioren, Singles und Studenten. Jeweils 40 % der Einheiten sind 2- oder 3-Zimmer-Wohnungen.

Großzügige Wohnräume, reduzierte Flure und gebündelte Nebenraumzonen prägen die Grundrisse. Moderne, bodentiefe Fenster belichten alle Wohnräume großzügig mit Tageslicht. Jede Wohnung verfügt über einen privaten Außenraum als Balkon, Dachterrasse oder Mieter­garten im Erdgeschoss.

Zusätzliche geschützte, halböffentliche Freiflächen bieten die mit heimischen, ortstypischen Arten begrünte Innenhöfe als Quartiersplatz. Hier ermöglichen gemeinschaftliche Kinderspiel- und Grünflächen Austausch und Kontakt unter den Bewohnern aus dem Quartier und der umlie­gen­den Wohnbebauung.

 

DGNB Zertifizierung

DGNB Zertifizierung

dgnb

DGNB Zertifizierung

Nachhaltigkeit – es gibt praktisch keine Branche oder Firma, die sich diese nicht auf ihre Fahnen oder in die Corporate Identity schreibt. Nachhaltigkeit als Begriff ist ausgeleiert wie ein in die Jahre gekommener Einweckgummi. Trotzdem kommen wir um den Begriff nicht herum, wenn wir die Herausforderungen der Zukunft ernst und unsere Verantwortung annehmen. Gerade als Architekten bekleiden wir bei diesem Thema eine Schlüsselrolle, die wir in ihrer gesamten Komplexität alleine gar nicht ausfüllen können.

Ein objektives Zertifizierungs-System unterstützt unsere Arbeit deshalb gewinnbringend. Denn ein Gebäude ist nicht automatisch nachhaltig, weil ich Holz in der Fassade verbaue und Photovoltaik aufs Dach schraube. Nehmen wir das Thema Nachhaltigkeit wirklich ernst, müssen Mehrwerte für Menschen, Umwelt und Wirtschaftlichkeit sorgfältig und sinnvoll miteinander kombiniert und gegenwinander abgewogen werden.

Zielkonflikte zwischen ökologischen, ökonomischen und soziokulturellen Aspekten sind hierbei vorprogrammiert. Diese gilt es aufzulösen durch das Zusammenspiel mannigfacher Expertise der unterschiedlichen Disziplinen. Erfahrene Auditoren wissen, welche Stellschrauben zu drehen sind, um für ein Gebäude in Gänze größtmögliche Nachhaltigkeit zu erzielen.

Der unter Umständen erhöhte Planungsaufwand zahlt in der Regel ein in weniger Nachträge, höhere Qualität und eine bessere Performance der Gebäude.

Technopark | Hannover-Marienwerder

Mit einem unserer jüngsten Projekte – dem Technopark in Marienwerder – entsteht einer der wenigen Neubauten in Hannover, bei dem eine Zertifizierung mit dem DGNB Standard Platin angestrebt wird. Hierzu begleiten Auditoren der DGNB das gesamte Projekt bereits ab der Planungsphase.

Das Zertifizierungssystem des DGNB ist mittlerweile international anerkannt als Global Benchmark for Sustainability. Sein Ziel ist es, nachhaltiges Bauen messbar und somit vergleichbar zu machen. Dazu werden im Projekt zahlreiche Parameter betrachtet, bewertet und gewichtet. Bei Neubauten dient dieser unabhängige Zertifizierungsprozess der transparenten Qualitätskontrolle über den gesamten Planungs- und Fertigstellungszeitraum hindurch.

6 Haupt-Kategorien gliedern die Bewertung von Neubauten

Hierzu bewerten die Autitoren unter anderem folgende Kriterien:

Die ökologische Qualität

Die Ökobilanz des Gebäudes wird bewertet nach Co²-Ausstoß und Energiebedarf des Gebäudes über seinen gesamten Lebenszyklus hinweg. Das gesamte Vorhaben wird hinsichtlich Ressourcenverbrauch und Risiken sowie Biodiversität am lokalen Standort betrachtet und bewertet.

Die ökonomische Qualität

Werden die wirtschaftlichen Ressourcen sinnvoll und bewusst eingesetzt und zu welchen gebäudebezogenen Kosten führt dies für den gesamten Lebenszyklus des Gebäudes? Ist das Gebäude anpassungsfähig geplant, um neuen Anforderungen an die Nutzung flexibel genug begegnen zu können? Dies vermindert das Risiko von Leerstand und erhöht die Akzeptanz der Nutzer.

Die soziokulturelle und funktionale Qualität

Eine hohe Aufenthaltsqualität im Inneren und Außen steigert das Wohlbefinden, die Gesundheit und den sozialen Austausch der Nutzer. Hierzu ist es notwendig, dass die Nutzer ausreichende Möglichkeiten haben auf Sonnenschutz, Lüftung, die Temperatur und die Belichtung Einfluss zu nehmen.

Die technische Qualität

Rückbau- und Recyclingfähigkeit ist eines der wichtigsten Anliegen des DGNB. Ziel ist es eine „Circular Economy“ zu schaffen und den Abbau natürlicher Ressourcen zu minimieren – bestenfalls gänzlich zu vermeiden. Der Qualität der Gebäudehülle kommt hierbei eine tragende Rolle zu. Gut geplant bildet diese die Grundlage für einen hohen Nutzerkomfort und geringe Energiekosten. Gleichzeitig hilft sie langfristig Bauschäden zu vermeiden.

Die Prozessqualität

Die Qualität der Projektvorbereitung wird danach bewertet wie frühzeitig und umfassend alle relevanten Rahmenbedingungen definiert und festgehalten werden. Während der gesamten Bauphase wird die Qualität der geplanten Maßnahmen transparent und zuverlässig gesichert und dokumentiert.Gleiches gilt für eine kluge Projektdokumentation und Kommunikation, die alle Nutzer von Anfang an in die Lage versetzt das Gebäude effizient und nachhaltig zu bewirtschaften.

Die Standortqualität

Welche postiven Impulse liefert der Standort und welchen Einfluss übt das Gebäude auf das umliegende Quartier aus? Ermöglicht der Standort eine nachhaltige und intelligente Verkehrsanbindung?

Alle Bewertungskriterien für Neubauten im Detail finden Sie auf der Website des DGNB unter https://www.dgnb-system.de/de/gebaeude/neubau/kriterien/.

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DGNB Zertifizierung

Nachhaltigkeit – es gibt praktisch keine Branche oder Firma, die sich diese nicht auf ihre Fahnen oder in die Corporate Identity schreibt. Nachhaltigkeit als Begriff ist ausgeleiert wie ein in die Jahre gekommener Einweckgummi. Trotzdem kommen wir um den Begriff nicht herum, wenn wir die Herausforderungen der Zukunft ernst und unsere Verantwortung annehmen. Gerade als Architekten bekleiden wir bei diesem Thema eine Schlüsselrolle, die wir in ihrer gesamten Komplexität alleine gar nicht ausfüllen können.

Ein objektives Zertifizierungs-System unterstützt unsere Arbeit deshalb gewinnbringend. Denn ein Gebäude ist nicht automatisch nachhaltig, weil ich Holz in der Fassade verbaue und Photovoltaik aufs Dach schraube. Nehmen wir das Thema Nachhaltigkeit wirklich ernst, müssen Mehrwerte für Menschen, Umwelt und Wirtschaftlichkeit sorgfältig und sinnvoll miteinander kombiniert und gegeneinander abgewogen werden.

Zielkonflikte zwischen ökologischen, ökonomischen und soziokulturellen Aspekten sind hierbei vorprogrammiert. Diese gilt es aufzulösen durch das Zusammenspiel mannigfacher Expertise der unterschiedlichen Disziplinen. Erfahrene Auditoren wissen, welche Stellschrauben zu drehen sind, um für ein Gebäude in Gänze größtmögliche Nachhaltigkeit zu erzielen.

Der unter Umständen erhöhte Planungsaufwand zahlt in der Regel ein in weniger Nachträge, höhere Qualität und eine bessere Performance der Gebäude.

Technopark | Hannover-Marienwerder

Mit einem unserer jüngsten Projekte – dem Technopark in Marienwerder – entsteht einer der wenigen Neubauten in Hannover, bei dem eine Zertifizierung mit dem DGNB Standard Platin angestrebt wird. Hierzu begleiten Auditoren der DGNB das gesamte Projekt bereits ab der Planungsphase.

Das Zertifizierungssystem des DGNB ist mittlerweile international anerkannt als Global Benchmark for Sustainability. Sein Ziel ist es, nachhaltiges Bauen messbar und somit vergleichbar zu machen. Dazu werden im Projekt zahlreiche Parameter betrachtet, bewertet und gewichtet. Bei Neubauten dient dieser unabhängige Zertifizierungsprozess der transparenten Qualitätskontrolle über den gesamten Planungs- und Fertigstellungszeitraum hindurch.

6 Haupt-Kategorien gliedern die Bewertung von Neubauten

Hierzu bewerten die Autitoren unter anderem folgende Kriterien:

Die ökologische Qualität

Die Ökobilanz des Gebäudes wird bewertet nach Co²-Ausstoß und Energiebedarf des Gebäudes über seinen gesamten Lebenszyklus hinweg. Das gesamte Vorhaben wird hinsichtlich Ressourcenverbrauch und Risiken sowie Biodiversität am lokalen Standort betrachtet und bewertet.

Die ökonomische Qualität

Werden die wirtschaftlichen Ressourcen sinnvoll und bewusst eingesetzt und zu welchen gebäudebezogenen Kosten führt dies für den gesamten Lebenszyklus des Gebäudes? Ist das Gebäude anpassungsfähig geplant, um neuen Anforderungen an die Nutzung flexibel genug begegnen zu können? Dies vermindert das Risiko von Leerstand und erhöht die Akzeptanz der Nutzer.

Die soziokulturelle und funktionale Qualität

Eine hohe Aufenthaltsqualität im Inneren und Außen steigert das Wohlbefinden, die Gesundheit und den sozialen Austausch der Nutzer. Hierzu ist es notwendig, dass die Nutzer ausreichende Möglichkeiten haben auf Sonnenschutz, Lüftung, die Temperatur und die Belichtung Einfluss zu nehmen.

Die technische Qualität

Rückbau- und Recyclingfähigkeit ist eines der wichtigsten Anliegen des DGNB. Ziel ist es eine „Circular Economy“ zu schaffen und den Abbau natürlicher Ressourcen zu minimieren – bestenfalls gänzlich zu vermeiden. Der Qualität der Gebäudehülle kommt hierbei eine tragende Rolle zu. Gut geplant bildet diese die Grundlage für einen hohen Nutzerkomfort und geringe Energiekosten. Gleichzeitig hilft sie langfristig Bauschäden zu vermeiden.

Die Prozessqualität

Die Qualität der Projektvorbereitung wird danach bewertet wie frühzeitig und umfassend alle relevanten Rahmenbedingungen definiert und festgehalten werden. Während der gesamten Bauphase wird die Qualität der geplanten Maßnahmen transparent und zuverlässig gesichert und dokumentiert.Gleiches gilt für eine kluge Projektdokumentation und Kommunikation, die alle Nutzer von Anfang an in die Lage versetzt das Gebäude effizient und nachhaltig zu bewirtschaften.

Die Standortqualität

Welche postiven Impulse liefert der Standort und welchen Einfluss übt das Gebäude auf das umliegende Quartier aus? Ermöglicht der Standort eine nachhaltige und intelligente Verkehrsanbindung?

Alle Bewertungskriterien für Neubauten im Detail finden Sie auf der Website des DGNB unter https://www.dgnb-system.de/de/gebaeude/neubau/kriterien/.