Verwaltungsgebäude Göttingen – die Bauherrin ist begeistert

Verwaltungsgebäude Göttingen – die Bauherrin ist begeistert

RTW Architekten Verbandsmagazin Zeitenwende vdw 102022

Die Mitarbeiter:innen und Kund:innen der Volksheimstätte lieben das neue Verwaltungsgebäude an der Kasseler Landstraße in Göttingen – wie wunderbar.

 

Unser Neubau für die Verwaltung der Volksheimstätte in Göttingen hat es auf die Titelseite des vdw-magazins 4_2022 „Zeitenwende“ geschafft. Herausgeber ist der Verband der Wohnungs- und Immobilienwirtschaft in Niedersachsen Bremen e. V.

Auszug aus dem Interview mit den Vorständen Heike Klankwarth und Thorsten May:

magazin: Frau Klankwarth, das neue Geschäftshaus scheint ein echtes Schmuckstück zu sein. Sind Sie mit dem Ergebnis zufrieden?

Heike Klankwarth: Voll und ganz, es ist genauso geworden, wie wir es uns vorgestellt haben.

magazin: Bauzeit, Kosten, Qualität – alles wie gewünscht?

Klankwarth: Auch hier ein klares ‚Ja‘. Aufgrund der umfänglichen Vorplanung und der Wahl des Architekturbüros RTW aus Hannover als Generalplaner sind wir mit ca. einem Jahr Bauzeit im Zeitplan und auch im Rahmen der Kostenberechnung geblieben.“

Magazin: Was sagen Ihre Mitglieder?

May: Unsere Kunden sind beeindruckt von der Großzügigkeit und Offenheit des Empfangs- und Kundenbereichs. Bequeme Wartezonen, die Möglichkeit zu vertraulichen Gesprächen in separaten Beratungsräume mit komfortabler Anbindung an die EDV zur digitalen Bearbeitung geben ihnen ein Gefühl der Wertschätzung und Kompetenz.

Das gesamte Interview finden Sie ab Seite 38 unter

https://vdw-online.de/wp-content/uploads/2022/09/vdw-magazin-2022-04.pdf

Wir bedanken uns ganz herzlich für die so freigiebig geteilte Begeisterung über den Neubau und die Zusammenarbeit in den vergangenen Monaten und Jahren.

 

Auch die digitale Ausgabe der Mitgliederzeitung für Oktober 2022 schmückt sich mit der über 2 Geschosse geöffneten Eingangshalle des neuen Verwaltungsbaus an der Kasseler Landstraße.

Ein Klick auf den folgenden Link führt zur kompletten Onlineversion https://www.volksheimstaette.de/blaetterversion/mitgliederzeitung-10-2022/.

Das Foto, das beide Ausgaben schmückt stammt von Frank Aussieker, der unsere Arbeit schon viele Jahre begleitet und dokumentiert.

 

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Die Mitarbeiter:innen und Kund:innen der Volksheimstätte lieben das neue Verwaltungsgebäude an der Kasseler Landstraße in Göttingen – wie wunderbar.

 

Unser Neubau für die Verwaltung der Volksheimstätte in Göttingen hat es auf die Titelseite des vdw-magazins 4_2022 „Zeitenwende“ geschafft. Herausgeber ist der Verband der Wohnungs- und Immobilienwirtschaft in Niedersachsen Bremen e. V.

Auszug aus dem Interview mit den Vorständen Heike Klankwarth und Thorsten May:

magazin: Frau Klankwarth, das neue Geschäftshaus scheint ein echtes Schmuckstück zu sein. Sind Sie mit dem Ergebnis zufrieden?

Heike Klankwarth: Voll und ganz, es ist genauso geworden, wie wir es uns vorgestellt haben.

magazin: Bauzeit, Kosten, Qualität – alles wie gewünscht?

Klankwarth: Auch hier ein klares ‚Ja‘. Aufgrund der umfänglichen Vorplanung und der Wahl des Architekturbüros RTW aus Hannover als Generalplaner sind wir mit ca. einem Jahr Bauzeit im Zeitplan und auch im Rahmen der Kostenberechnung geblieben.“

Magazin: Was sagen Ihre Mitglieder?

May: Unsere Kunden sind beeindruckt von der Großzügigkeit und Offenheit des Empfangs- und Kundenbereichs. Bequeme Wartezonen, die Möglichkeit zu vertraulichen Gesprächen in separaten Beratungsräume mit komfortabler Anbindung an die EDV zur digitalen Bearbeitung geben ihnen ein Gefühl der Wertschätzung und Kompetenz.

Das gesamte Interview finden Sie ab Seite 38 unter

https://vdw-online.de/wp-content/uploads/2022/09/vdw-magazin-2022-04.pdf

Wir bedanken uns ganz herzlich für die so freigiebig geteilte Begeisterung über den Neubau und die Zusammenarbeit in den vergangenen Monaten und Jahren.

 

Auch die digitale Ausgabe der Mitgliederzeitung für Oktober 2022 schmückt sich mit der über 2 Geschosse geöffneten Eingangshalle des neuen Verwaltungsbaus an der Kasseler Landstraße.

Ein Klick auf den folgenden Link führt zur kompletten Onlineversion https://www.volksheimstaette.de/blaetterversion/mitgliederzeitung-10-2022/.

Das Foto, das beide Ausgaben schmückt stammt von Frank Aussieker, der unsere Arbeit schon viele Jahre begleitet und dokumentiert.

 

Wohnen am Bailey Park | Hameln

Wohnen am Bailey Park | Hameln

Geförderter Wohnungsbau |

Bailey Park in Hameln

In Hameln wird derzeit das Angebot an bezahlbarem Mietwohnraum durch geförderten Wohnungsbau erheblich vergrößert.

Bis März 2023 bauen hier die HWG und GSW in Kooperation insgesamt 158 neue Wohneinheiten. 52 Wohnungen in drei Mehrfamilienhäusern der GSW sind bereits fertiggestellt und bezogen.

62 Wohneinheiten der HWG stehen kurz vor Fertigstellung. Hier werden die ersten Mieter zum 01. September 2022 einziehen. 4 weitere Mehrfamilien- und 14 Reihenhäuser sowie 12 Doppelhaushälften ergänzen den Wohnungsmix für Singles, Familien, Senioren und generationsübergreifendes Wohnen.

Mit unserem Konzept eines Wohnhofes haben wir 2019 den europaweit ausgeschriebenen Realisierungswettbewerb gewonnen: 4 Mehrfamilienhäuser und 2 Reihenhauszeilen begrenzen und schützen den halböffentlichen Innenbereich des neuen Wohnviertels. Eine weitere Reihe mit Doppelhaushälften bildet den Abschluss an der Südseite des Quartiers.

Im 2. Bauabschnitt der GSW entstehen bis März 2023 weitere 44 Wohnungen in 3 Mehrfamilienhäusern.

Alle Wohneinheiten der Mehrfamilienhäuser werden barrierefrei gebaut, insgesamt 13 Wohnungen im Quartier sind rollstuhlgerecht.

Kostengünstiges Wohnen, klimaschonend und sozial ausgewogen

Die Abstellräume im Erdgeschoss – auf Keller wurde komplett verzichtet – helfen, die Kosten für das Projekt im Griff zu behalten. Grüne Dächer und PV-Anlagen auf allen Gebäuden zahlen ein beim Klimaschutz Ein Blockkraftheizwerk versorgt alle Gebäude zentral mit Nahwärme. Der Wohnungsmix aus 2 – 4 Zimmer-Wohnungen, Reihenhäusern und Doppelhaushälften bietet Wohnraum für unterschiedliche Lebensphasen und -modelle.

Geförderter Wohnungsbau in 3 Abschnitten

Im gesamten Quartier sind alle Wohnungen der GSW hinsichtlich Ausstattung und Komfort baugleich. Allerdings variiert der Preis pro Quadratmeter abhängig davon, ob die Wohnungen frei oder an Einkommensgrenzen gekoppelt vermietet werden. Auf diese Weise unterstützt das Konzept eine gute soziale Mischung an Mietern. Letztendlich profitieren alle Mieter, da das gesamte Projekt als „geförderter Wohnungsbau“ vom Land Niedersachsen unterstützt wird.

Die Reihenfolge der Umsetzung

Im Jahre 2016 – zum Projektstart war allen Beteiligten nicht klar, wie viel Bedarf an kostengünstigem Wohnraum in Hameln tatsächlich besteht. Deshalb hat die GSW zunächst nur 3 der insgesamt 6 Mehrfamilienhäuser auf der Nordseite des Quartiers bauen lassen. Im Anschluss wurde mit dem Bau des Wohnhofes und der Doppelhaus-Reihe begonnen.

Die Tatsache, dass mittlerweile der Rohbau des 3. Bauabschnitts auf dem Gelände steht und bereits alle Wohnungen vermietet sind, macht deutlich, dass der Bedarf nach kostengünstigem Wohnraum nach wie vor nicht gestillt ist.

 

 

 

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Geförderter Wohnungsbau |

Bailey Park in Hameln

In Hameln wird derzeit das Angebot an bezahlbarem Mietwohnraum durch geförderten Wohnungsbau erheblich vergrößert.

Bis März 2023 bauen hier die HWG und GSW in Kooperation insgesamt 158 neue Wohneinheiten. 52 Wohnungen in drei Mehrfamilienhäusern der GSW sind bereits fertiggestellt und bezogen.

62 Wohneinheiten der HWG stehen kurz vor Fertigstellung. Hier werden die ersten Mieter zum 01. September 2022 einziehen. 4 weitere Mehrfamilien- und 14 Reihenhäuser sowie 12 Doppelhaushälften ergänzen den Wohnungsmix für Singles, Familien, Senioren und generationsübergreifendes Wohnen.

Mit unserem Konzept eines Wohnhofes haben wir 2019 den europaweit ausgeschriebenen Realisierungswettbewerb gewonnen: 4 Mehrfamilienhäuser und 2 Reihenhauszeilen begrenzen und schützen den halböffentlichen Innenbereich des neuen Wohnviertels. Eine weitere Reihe mit Doppelhaushälften bildet den Abschluss an der Südseite des Quartiers.

Im 2. Bauabschnitt der GSW entstehen bis März 2023 weitere 44 Wohnungen in 3 Mehrfamilienhäusern.

Alle Wohneinheiten der Mehrfamilienhäuser werden barrierefrei gebaut, insgesamt 13 Wohnungen im Quartier sind rollstuhlgerecht.

Kostengünstiges Wohnen, klimaschonend und sozial ausgewogen

Die Abstellräume im Erdgeschoss – auf Keller wurde komplett verzichtet – helfen, die Kosten für das Projekt im Griff zu behalten. Grüne Dächer und PV-Anlagen auf allen Gebäuden zahlen ein beim Klimaschutz Ein Blockkraftheizwerk versorgt alle Gebäude zentral mit Nahwärme. Der Wohnungsmix aus 2 – 4 Zimmer-Wohnungen, Reihenhäusern und Doppelhaushälften bietet Wohnraum für unterschiedliche Lebensphasen und -modelle.

Geförderter Wohnungsbau in 3 Abschnitten

Im gesamten Quartier sind alle Wohnungen der GSW hinsichtlich Ausstattung und Komfort baugleich. Allerdings variiert der Preis pro Quadratmeter abhängig davon, ob die Wohnungen frei oder an Einkommensgrenzen gekoppelt vermietet werden. Auf diese Weise unterstützt das Konzept eine gute soziale Mischung an Mietern. Letztendlich profitieren alle Mieter, da das gesamte Projekt als „geförderter Wohnungsbau“ vom Land Niedersachsen unterstützt wird.

Die Reihenfolge der Umsetzung

Im Jahre 2016 – zum Projektstart war allen Beteiligten nicht klar, wie viel Bedarf an kostengünstigem Wohnraum in Hameln tatsächlich besteht. Deshalb hat die GSW zunächst nur 3 der insgesamt 6 Mehrfamilienhäuser auf der Nordseite des Quartiers bauen lassen. Im Anschluss wurde mit dem Bau des Wohnhofes und der Doppelhaus-Reihe begonnen.

Die Tatsache, dass mittlerweile der Rohbau des 3. Bauabschnitts auf dem Gelände steht und bereits alle Wohnungen vermietet sind, macht deutlich, dass der Bedarf nach kostengünstigem Wohnraum nach wie vor nicht gestillt ist.

 

Gebäudeaufnahmen und der Weg dorthin

Gebäudeaufnahmen und der Weg dorthin

RTW Architekten Volksheimstaette Nacht 1

Architekturfotografie und der beschwerliche Weg dorthin

 

Architekturfotografien sind meist ästhetisch, clean und vermeintlich makellos – der Weg zu ihnen ist es definitiv nicht.

Das beginnt in der Regel damit, dass es sich bei der Zeitspanne zwischen dem Augenblick der Fertigstellung und der Inbetriebnahme durch Bewohner oder Betreiber eher um einen Zeitpunkt handelt. Während vorne noch der Gartenbauer das letzte Pflaster rüttelt und die Büsche angegossen werden, tragen hinten bereits die ersten Mieter die Liegestühle auf den Balkon. Fotografen schätzen aber weder Dixi-Toiletten und Bauzäune in ihren Werken noch Fassaden in denen schon die ersten schiefen Jalousien die Symmetrie der Glasflächen fröhlich beleben. Außerdem haben sie meist noch sehr präzise Wünsche an das Wetter und Sonnenlichtstände. Grätscht dann noch die Gebäudetechnik dazwischen, schmilzt die vermeintliche Spanne schnell gen null.

Die beschwerliche Praxis der Architekturfotografie

Der perfekte Zeitraum für die Dämmerungsaufnahmen unseres jüngsten Projekts wurde vom Fotografen auf 21.45 Uhr bis 22.15 Uhr festgezurrt. Das liest sich in der Theorie leider unkomplizierter als es sich in der Realität anfühlt. Die Bauherrin teilte uns mit, dass das fragliche Gebäude ab 21.00 Uhr in stromsparende Dunkelheit abtaucht und dieser Vorgang mit der Alarmanlage gekoppelt sei.

Einfach um 21.30 Uhr im Gebäude alle Lichter anzuschalten war also leider nicht möglich – die örtliche Polizei oder Feuerwehr möchte der Fotograf auch nicht auf dem Foto haben.

Aber die Bauherrin war kooperativ und so wurde eine Lösung gefunden. Mittels einer App sollte ein Mitarbeiter das Licht im Gebäude von außen – bzw. in diesem Fall vom heimischen Sofa aus – einschalten. Der Fotograf hat sein Equipment strategisch rund ums Gebäude platziert, um die fraglichen 30 Minuten bestmöglich zu nutzen. Vermeintlich von Zauberhand fahren also nach einem Anruf beim „Herrn über die Gebäudetechnik“ alle Jalousien an ihren Platz und alle Leuchten werden eingeschaltet. Der Fotograf ist zufrieden, bis nach kurzer Zeit das Gebäude scheinbar eigenmächtig beginnt, sich wieder in seinen Ruhezustand zu begeben. Ein weiterer Anruf wird notwendig. Das Spiel beginnt von Neuem. Leider entwickelt die Gebäudetechnik ein energisches und ausgesprochen beharrliches Eigenleben. Die Zeitspanne zwischen beleuchtet und unbeleuchtet wird mit jedem Zyklus aus Anruf und Bedienen der App kürzer. Der Himmel wird dunkler.

Wir bedanken uns an dieser Stelle noch einmal ganz ausdrücklich beim Fotografen und dem Mitarbeiter, der die Technik bedient hat. Haben die beiden uns doch letztendlich zu den gewünschten Aufnahmen verholfen. Es bleibt zum Schluss aber doch die Frage, wer beherrscht hier eigentlich wen?

Der Weg zu weiteren Fotos und Fakten zum Projekt Volksheimstätte Göttingen führt über einen Klick auf diesen Link.

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Architekturfotografie und der beschwerliche Weg dorthin

 

Architekturfotografien sind meist ästhetisch, clean und vermeintlich makellos – der Weg zu ihnen ist es definitiv nicht.

Das beginnt in der Regel damit, dass es sich bei der Zeitspanne zwischen dem Augenblick der Fertigstellung und der Inbetriebnahme durch Bewohner oder Betreiber eher um einen Zeitpunkt handelt. Während vorne noch der Gartenbauer das letzte Pflaster rüttelt und die Büsche angegossen werden, tragen hinten bereits die ersten Mieter die Liegestühle auf den Balkon. Fotografen schätzen aber weder Dixi-Toiletten und Bauzäune in ihren Werken noch Fassaden in denen schon die ersten schiefen Jalousien die Symmetrie der Glasflächen fröhlich beleben. Außerdem haben sie meist noch sehr präzise Wünsche an das Wetter und Sonnenlichtstände. Grätscht dann noch die Gebäudetechnik dazwischen, schmilzt die vermeintliche Spanne schnell gen null.

Die beschwerliche Praxis der Architekturfotografie

Der perfekte Zeitraum für die Dämmerungsaufnahmen unseres jüngsten Projekts wurde vom Fotografen auf 21.45 Uhr bis 22.15 Uhr festgezurrt. Das liest sich in der Theorie leider unkomplizierter als es sich in der Realität anfühlt. Die Bauherrin teilte uns mit, dass das fragliche Gebäude ab 21.00 Uhr in stromsparende Dunkelheit abtaucht und dieser Vorgang mit der Alarmanlage gekoppelt sei.

Einfach um 21.30 Uhr im Gebäude alle Lichter anzuschalten war also leider nicht möglich – die örtliche Polizei oder Feuerwehr möchte der Fotograf auch nicht auf dem Foto haben.

Aber die Bauherrin war kooperativ und so wurde eine Lösung gefunden. Mittels einer App sollte ein Mitarbeiter das Licht im Gebäude von außen – bzw. in diesem Fall vom heimischen Sofa aus – einschalten. Der Fotograf hat sein Equipment strategisch rund ums Gebäude platziert, um die fraglichen 30 Minuten bestmöglich zu nutzen. Vermeintlich von Zauberhand fahren also nach einem Anruf beim „Herrn über die Gebäudetechnik“ alle Jalousien an ihren Platz und alle Leuchten werden eingeschaltet. Der Fotograf ist zufrieden, bis nach kurzer Zeit das Gebäude scheinbar eigenmächtig beginnt, sich wieder in seinen Ruhezustand zu begeben. Ein weiterer Anruf wird notwendig. Das Spiel beginnt von Neuem. Leider entwickelt die Gebäudetechnik ein energisches und ausgesprochen beharrliches Eigenleben. Die Zeitspanne zwischen beleuchtet und unbeleuchtet wird mit jedem Zyklus aus Anruf und Bedienen der App kürzer. Der Himmel wird dunkler.

Wir bedanken uns an dieser Stelle noch einmal ganz ausdrücklich beim Fotografen und dem Mitarbeiter, der die Technik bedient hat. Haben die beiden uns doch letztendlich zu den gewünschten Aufnahmen verholfen. Es bleibt zum Schluss aber doch die Frage, wer beherrscht hier eigentlich wen?

Der Weg zu weiteren Fotos und Fakten zum Projekt Volksheimstätte Göttingen führt über einen Klick auf diesen Link.

Nachhaltigkeit in der Architektur | Bauen im Bestand ist aktiver Klimaschutz

Nachhaltigkeit in der Architektur | Bauen im Bestand ist aktiver Klimaschutz

RTW Architekten Bauen im Bestand 052022

Nachhaltigkeit in der Architektur |

Bauen im Bestand ist aktiver Klimaschutz

In einem der letzten Artikel haben wir Nachhaltigkeit in Hinsicht auf ein neugebautes Gebäude im Zusammenspiel mit einer DGNB-Zertifizierung beleuchtet. Das Thema betrachten wir als Architekten natürlich deutlich breiter und differenzierter. Denn vor der Frage, wie nachhaltig kann ich den geplanten Neubau gestalten, stellt sich die Frage, muss es überhaupt ein Neubau sein?

Für den neuen Nachhaltigkeits-Report des Immobilien-Berufsverbandes RICS (Royal Institution of Chartered Surveyors) wurden weltweit mehr als 4000 Investor*innen befragt. Nur jede*r Vierte teilt mit, über die Emissionen der Lebenszyklen am Bau Bescheid zu wissen. Mehr als 70 % geben an, über keine detaillierten Kenntnisse zu verfügen, wie schädlich ihr Investment im Bau und der Bewirtschaftung sei.

Wie nachhaltig ist ein Gebäude?

Um diese Frage zu beantworten, wird in der Regel schwerpunktmäßig der Gebäudebetrieb betrachtet, statt den gesamten Lebenszyklus einzubeziehen. Eine Sanierung gilt dann schnell als unwirtschaftlich und das Bestandsgebäude wird abgerissen. An seine Stelle tritt ein Neubau nach aktuellen Bestimmungen. Die Auswirkungen auf die Gesamt-Klimabilanz des Bausektors bleiben unbeachtet. Dabei sind diese beträchtlich.

Das Umweltbundesamt und das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) geben hierzu eine Reihe an Zahlen heraus hinsichtlich Abfallaufkommen, Energieverbrauch und CO²-Emissionen heraus. Wir werden auf diese nicht detaillierter eingehen, da sie naturgegeben nicht statisch sind. Bei Interesse können Sie die veröffentlichten Werte in den verlinkten Publikationen nachlesen:

Umweltfußabdruck von Gebäuden

Abfallaufkommen im Bausektor

Rekord-CO2-Ausstoß im Baubereich

Nachhaltigkeit | Fazit aller Rechenspiele:

Klimafreundlicher ist es oft, bestehende Gebäude so lange als möglich zu nutzen. Hier liegen enorme Potenziale, Ressourcen und CO² zu sparen, gerade im Hinblick auf die „graue Energie“ und das Vermeiden von Müll. Zudem spart man die Energie, die in das Abbrechen selbst fließt.

Natürlich ist das Bauen im Bestand oft planungsintensiver, weshalb Architekten oft lieber einen Neubau planen als den Bestand umzuplanen und zu sanieren. Aber wir sind der Meinung, gesamtgesellschaftlich betrachtet lohnt es sich, sich den Herausforderungen des Bauens im Bestand zu stellen. Was wir mit zahlreichen Bauvorhaben auch bereits getan haben oder aktuell tun. Unser jüngstes Projekt, das wir im Frühjahr 2022 fertiggestellt haben, ist das Motel One in Hannover.

Das Gebäude an der Georgstraße wurde 1927 von den Architekten Brüder Siebrecht als Verlagshaus für den „Hannoverschen Kurier“ erbaut und steht unter Denkmalschutz. Für die meravis Gewerbeimmobilien GmbH haben wir das ehemalige Büro- und Geschäftshaus zu einem Motel One umgebaut.​

 

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Nachhaltigkeit in der Architektur |

Bauen im Bestand ist aktiver Klimaschutz

 

In einem der letzten Artikel haben wir Nachhaltigkeit in Hinsicht auf ein neugebautes Gebäude im Zusammenspiel mit einer DGNB-Zertifizierung beleuchtet. Das Thema betrachten wir als Architekten natürlich deutlich breiter und differenzierter. Denn vor der Frage, wie nachhaltig kann ich den geplanten Neubau gestalten, stellt sich die Frage, muss es überhaupt ein Neubau sein?

Für den neuen Nachhaltigkeits-Report des Immobilien-Berufsverbandes RICS (Royal Institution of Chartered Surveyors) wurden weltweit mehr als 4000 Investor*innen befragt. Nur jede*r Vierte teilt mit, über die Emissionen der Lebenszyklen am Bau Bescheid zu wissen. Mehr als 70 % geben an, über keine detaillierten Kenntnisse zu verfügen, wie schädlich ihr Investment im Bau und der Bewirtschaftung sei.

Wie nachhaltig ist ein Gebäude?

Um diese Frage zu beantworten, wird in der Regel schwerpunktmäßig der Gebäudebetrieb betrachtet, statt den gesamten Lebenszyklus einzubeziehen. Eine Sanierung gilt dann schnell als unwirtschaftlich und das Bestandsgebäude wird abgerissen. An seine Stelle tritt ein Neubau nach aktuellen Bestimmungen. Die Auswirkungen auf die Gesamt-Klimabilanz des Bausektors bleiben unbeachtet. Dabei sind diese beträchtlich.

Das Umweltbundesamt und das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) geben hierzu eine Reihe an Zahlen heraus hinsichtlich Abfallaufkommen, Energieverbrauch und CO²-Emissionen heraus. Wir werden auf diese nicht detaillierter eingehen, da sie naturgegeben nicht statisch sind. Bei Interesse können Sie die veröffentlichten Werte in den verlinkten Publikationen nachlesen:

Umweltfußabdruck von Gebäuden

Abfallaufkommen im Bausektor

Rekord-CO2-Ausstoß im Baubereich

Nachhaltigkeit | Fazit aller Rechenspiele:

Klimafreundlicher ist es oft, bestehende Gebäude so lange als möglich zu nutzen. Hier liegen enorme Potenziale, Ressourcen und CO² zu sparen, gerade im Hinblick auf die „graue Energie“ und das Vermeiden von Müll. Zudem spart man die Energie, die in das Abbrechen selbst fließt.

Natürlich ist das Bauen im Bestand oft planungsintensiver, weshalb Architekten oft lieber einen Neubau planen als den Bestand umzuplanen und zu sanieren. Aber wir sind der Meinung, gesamtgesellschaftlich betrachtet lohnt es sich, sich den Herausforderungen des Bauens im Bestand zu stellen. Was wir mit zahlreichen Bauvorhaben auch bereits getan haben oder aktuell tun. Unser jüngstes Projekt, das wir im Frühjahr 2022 fertiggestellt haben, ist das Motel One in Hannover.

Das Gebäude an der Georgstraße wurde 1927 von den Architekten Brüder Siebrecht als Verlagshaus für den „Hannoverschen Kurier“ erbaut und steht unter Denkmalschutz. Für die meravis Gewerbeimmobilien GmbH haben wir das ehemalige Büro- und Geschäftshaus zu einem Motel One umgebaut.​

 

Realisierungswettbewerb Verwaltungsgebäude Sparkasse Marburg

Realisierungswettbewerb Verwaltungsgebäude Sparkasse Marburg

RTW Architekten Sparkasse Marburg Visu Platz 032022RTW Architekten Sparkasse Marburg Visu Platz 032022 295x200
RTW Architekten Sparkasse Marburg Lageplan 032022RTW Architekten Sparkasse Marburg Lageplan 032022 295x200
RTW Architekten Sparkasse Marburg Erdgeschoss 032022RTW Architekten Sparkasse Marburg Erdgeschoss 032022 295x200
RTW Architekten Sparkasse Marburg Obergeschoss 032022RTW Architekten Sparkasse Marburg Obergeschoss 032022 295x200
RTW Architekten Sparkasse Marburg Ansicht Ost 032022RTW Architekten Sparkasse Marburg Ansicht Ost 032022 295x200
RTW Architekten Sparkasse Marburg 2 Obergeschoss 032022RTW Architekten Sparkasse Marburg 2 Obergeschoss 032022 295x200
RTW Architekten Sparkasse Marburg Ansicht Sued 032022RTW Architekten Sparkasse Marburg Ansicht Sued 032022 295x200
RTW Architekten Sparkasse Marburg Ansicht West 032022RTW Architekten Sparkasse Marburg Ansicht West 032022 295x200
RTW Architekten Sparkasse Marburg Wohnen Ansicht Sued 032022RTW Architekten Sparkasse Marburg Wohnen Ansicht Sued 032022 295x200
RTW Architekten Sparkasse Marburg Wohnen Ansicht West 032022RTW Architekten Sparkasse Marburg Wohnen Ansicht West 032022 295x200
RTW Architekten Sparkasse Marburg Wohnen EG 032022RTW Architekten Sparkasse Marburg Wohnen EG 032022 295x200

Realisierungswettbewerb Verwaltungsgebäude Sparkasse Marburg

2020 hatten die Sparkasse und die Stadt Marburg einen städtebaulichen Wettbewerb für das südliche Stadtgebiet Marburgs ausgelobt. Ziel war es eine städtebauliche Lösung für das Areal zu finden, das einem Neubau der Sparkassenhauptverwaltung Raum bietet, Außerdem galt es auf die anhaltend hohe Wohnraumnachfrage zu reagieren.

Der städtebauliche Siegerentwurf sieht vor, den Neubau des Sparkassenhauptsitzes auf dem Areal zwischen Cappeler Straße und Frauenbergstraße anzusiedeln. Zusätzliche Wohnbebauung soll das Verwaltungsgebäude einbetten im Quartier.

Auf dieser Grundlage hat die Sparkasse Marburg einen Realisierungswettbewerb für den Neubau ihrer Hauptverwaltung ausgeschrieben.

4 m Höhenversatz des Geländes von West nach Ost sind bei den Planungen sowohl des Sparkassen-Gebäudes als auch bei der Wohnbebauung zu berücksichtigen. Teile des Erdge­schosses des Verwaltungsgebäudes liegen deshalb im Erdreich. Alle Gebäude sind gestaffelt ins Gelände geplant und somit barrierefrei erschließbar.

Verwaltungsgebäude Sparkasse Marburg | Gestaltung

Unser Entwurf für das Verwaltungsgebäude der Sparkasse formt sich aus drei fünf- und sechs­geschossigen Türmen. Diese sind als klassische Blockbebauung in den ersten drei Geschossen miteinander verbunden. Die dreigeschossigen Gebäudebereiche bieten Raum für Dachterrassen für die darüberliegenden Geschosse. Der Innenhof, der sich oberhalb des Erdgeschosses befindet, bietet zusätzliche geschützte Aufenthaltsräume. Das Erdgeschoss zum Quartiersplatz zeigt sich mit vier Metern Geschosshöhe repräsentativ und einladend. Die darüberliegenden Ebenen ermög­lichen mit einer Geschosshöhe von 3,50 m vielseitige und flexible Büro- und Gemeinschafts­nutzung. Das sechste Geschoss – die „Krone“ – bildet mit 4,50 m Geschosshöhe den Abschluss zum Quartierplatz.

Große Öffnungen zum Quartiersplatz und den anderen Seiten markieren die Eingänge der Sparkasse.

Der höchste, sechsgeschossige Turm schiebt sich schräg aus seiner Grundform zum Platz hinaus und prägt den Haupteingang. Eine große, zweigeschossige Öffnung in der Fassade bildet den Abschluss der Gebäudefigur. Die Schräge im Turm erzeugt eine Platz-Dynamik, die die städtebaulich relativ starre Situation entspannt.

Die Fassadengestaltung unseres Entwurfs sieht ein einheitliches, sich wiederholendes Raster vor. Nach außen präsentiert sich die hochwertige, helle Klinkerfassade durch ein vertikal ausgeprägtes Format, in der größere Öffnungen klar die Eingänge markieren.

Nachhaltigkeit

Die Grundstruktur des Gebäudes wurde auf eine lange Nutzungsdauer ausgelegt. Die gewählte Fassadenstruktur ermöglicht eine hohe Flexibilität in der Grundrissgestaltung. Die vertikal gegliederte Fassade bietet in kleinen, regelmäßigen Abständen Anschlusspunkte für Innen­wän­de in dem vorgegebenen Ausbauraster von 1,35 m. Dadurch kann auf zukünftige Anforde­rungen an die Flächen und deren Organisation reagiert werden und die Grundstruktur erhalten bleiben.

Auf den drei Türmen und damit auch Hochpunkten unseres Entwurfs sind Photovoltaikanlagen zur Stromerzeugung vorgesehen. Zusätzlich ist in den Technikflächen ein Batteriespeicher vorgesehen, sodass die Sparkasse ihren eigenen Strombedarf, auch wenn die Sonne nicht scheint, deckt. Auf diese Weise profitiert auch die für die Tiefgarage vorgesehene Ladestruktur für E-Mobilität. Überschüsse werden für den späteren Bedarf gespeichert. Erst wenn die Batterie voll ist, wird in das Netz eingespeist.

Ideenteil Wohnbebauung | Baufeld 2 und 3

Parallel zum Realisierungswettbewerb für ihren Verwaltungsbau hat die Sparkasse Marburg einen Ideenwettbewerb für die im neuen Quartier zu planende Wohnbebauung ausgeschrieben. Ziel soll es sein, Wohnraum in unterschiedlichen Wohnungsgrößen zu schaffen. Mindestens 30% der Einheiten ist als geförderter Wohnungsbau vorzusehen. Im Erdgeschoss sollen Läden und Dienst­leister angesiedelt werden, die dazu beitragen, ein belebtes, urbanes Viertel zu schaffen.

Das Quartier ist sehr gut an den öffentlichen Nahverkehr angeschlossen. Bushaltestellen sind fußläufig erreichbar. Für den Weg in die Innenstadt benötigt man mit dem Fahrrad ca. 13 min. Der Bahnhof Marburg Süd ist zu Fuß in ca. 15 min zu erreichen. Dies reduziert den PKW-Stellplatz­schlüssel für dieses Stadtgebiet.

Entwurf

Unser Entwurf sieht eine gemischte Nutzung aus Café, Nahversorgung und Wohnbebauung vor. Zwei drei- bis fünfgeschossige Quartiersblöcke umschließen jeweils einen geschützten Innenhof. Die Quartiere öffnen sich zu zwei, bzw. drei Seiten in den Stadtraum. Die Gebäude werden über die halböffentlichen Innenhöfe erschlossen.

Alle 3- bis 6-Spänner haben einen eigenen Eingang und werden über ein minimiertes, zentrales Treppenhaus erschlossen, um die größtmögliche Fläche als Wohnraum nutzen zu können. Der geplante Wohnungsmix von 2- bis 4-Zimmer-Wohnungen ermöglicht eine gesunde Mischung der Bewohner von Familien, Senioren, Singles und Studenten. Jeweils 40 % der Einheiten sind 2- oder 3-Zimmer-Wohnungen.

Großzügige Wohnräume, reduzierte Flure und gebündelte Nebenraumzonen prägen die Grundrisse. Moderne, bodentiefe Fenster belichten alle Wohnräume großzügig mit Tageslicht. Jede Wohnung verfügt über einen privaten Außenraum als Balkon, Dachterrasse oder Mieter­garten im Erdgeschoss.

Zusätzliche geschützte, halböffentliche Freiflächen bieten die mit heimischen, ortstypischen Arten begrünte Innenhöfe als Quartiersplatz. Hier ermöglichen gemeinschaftliche Kinderspiel- und Grünflächen Austausch und Kontakt unter den Bewohnern aus dem Quartier und der umlie­gen­den Wohnbebauung.

 

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Realisierungswettbewerb Verwaltungsgebäude Sparkasse Marburg

2020 hatten die Sparkasse und die Stadt Marburg einen städtebaulichen Wettbewerb für das südliche Stadtgebiet Marburgs ausgelobt. Ziel war es eine städtebauliche Lösung für das Areal zu finden, das einem Neubau der Sparkassenhauptverwaltung Raum bietet, Außerdem galt es auf die anhaltend hohe Wohnraumnachfrage zu reagieren.

Der städtebauliche Siegerentwurf sieht vor, den Neubau des Sparkassenhauptsitzes auf dem Areal zwischen Cappeler Straße und Frauenbergstraße anzusiedeln. Zusätzliche Wohnbebauung soll das Verwaltungsgebäude einbetten im Quartier.

Auf dieser Grundlage hat die Sparkasse Marburg einen Realisierungswettbewerb für den Neubau ihrer Hauptverwaltung ausgeschrieben.

4 m Höhenversatz des Geländes von West nach Ost sind bei den Planungen sowohl des Sparkassen-Gebäudes als auch bei der Wohnbebauung zu berücksichtigen. Teile des Erdge­schosses des Verwaltungsgebäudes liegen deshalb im Erdreich. Alle Gebäude sind gestaffelt ins Gelände geplant und somit barrierefrei erschließbar.

Verwaltungsgebäude Sparkasse Marburg | Gestaltung

Unser Entwurf für das Verwaltungsgebäude der Sparkasse formt sich aus drei fünf- und sechs­geschossigen Türmen. Diese sind als klassische Blockbebauung in den ersten drei Geschossen miteinander verbunden. Die dreigeschossigen Gebäudebereiche bieten Raum für Dachterrassen für die darüberliegenden Geschosse. Der Innenhof, der sich oberhalb des Erdgeschosses befindet, bietet zusätzliche geschützte Aufenthaltsräume. Das Erdgeschoss zum Quartiersplatz zeigt sich mit vier Metern Geschosshöhe repräsentativ und einladend. Die darüberliegenden Ebenen ermög­lichen mit einer Geschosshöhe von 3,50 m vielseitige und flexible Büro- und Gemeinschafts­nutzung. Das sechste Geschoss – die „Krone“ – bildet mit 4,50 m Geschosshöhe den Abschluss zum Quartierplatz.

Große Öffnungen zum Quartiersplatz und den anderen Seiten markieren die Eingänge der Sparkasse.

Der höchste, sechsgeschossige Turm schiebt sich schräg aus seiner Grundform zum Platz hinaus und prägt den Haupteingang. Eine große, zweigeschossige Öffnung in der Fassade bildet den Abschluss der Gebäudefigur. Die Schräge im Turm erzeugt eine Platz-Dynamik, die die städtebaulich relativ starre Situation entspannt.

Die Fassadengestaltung unseres Entwurfs sieht ein einheitliches, sich wiederholendes Raster vor. Nach außen präsentiert sich die hochwertige, helle Klinkerfassade durch ein vertikal ausgeprägtes Format, in der größere Öffnungen klar die Eingänge markieren.

Nachhaltigkeit

Die Grundstruktur des Gebäudes wurde auf eine lange Nutzungsdauer ausgelegt. Die gewählte Fassadenstruktur ermöglicht eine hohe Flexibilität in der Grundrissgestaltung. Die vertikal gegliederte Fassade bietet in kleinen, regelmäßigen Abständen Anschlusspunkte für Innen­wän­de in dem vorgegebenen Ausbauraster von 1,35 m. Dadurch kann auf zukünftige Anforde­rungen an die Flächen und deren Organisation reagiert werden und die Grundstruktur erhalten bleiben.

Auf den drei Türmen und damit auch Hochpunkten unseres Entwurfs sind Photovoltaikanlagen zur Stromerzeugung vorgesehen. Zusätzlich ist in den Technikflächen ein Batteriespeicher vorgesehen, sodass die Sparkasse ihren eigenen Strombedarf, auch wenn die Sonne nicht scheint, deckt. Auf diese Weise profitiert auch die für die Tiefgarage vorgesehene Ladestruktur für E-Mobilität. Überschüsse werden für den späteren Bedarf gespeichert. Erst wenn die Batterie voll ist, wird in das Netz eingespeist.

Ideenteil Wohnbebauung | Baufeld 2 und 3

Parallel zum Realisierungswettbewerb für ihren Verwaltungsbau hat die Sparkasse Marburg einen Ideenwettbewerb für die im neuen Quartier zu planende Wohnbebauung ausgeschrieben. Ziel soll es sein, Wohnraum in unterschiedlichen Wohnungsgrößen zu schaffen. Mindestens 30% der Einheiten ist als geförderter Wohnungsbau vorzusehen. Im Erdgeschoss sollen Läden und Dienst­leister angesiedelt werden, die dazu beitragen, ein belebtes, urbanes Viertel zu schaffen.

Das Quartier ist sehr gut an den öffentlichen Nahverkehr angeschlossen. Bushaltestellen sind fußläufig erreichbar. Für den Weg in die Innenstadt benötigt man mit dem Fahrrad ca. 13 min. Der Bahnhof Marburg Süd ist zu Fuß in ca. 15 min zu erreichen. Dies reduziert den PKW-Stellplatz­schlüssel für dieses Stadtgebiet.

Entwurf

Unser Entwurf sieht eine gemischte Nutzung aus Café, Nahversorgung und Wohnbebauung vor. Zwei drei- bis fünfgeschossige Quartiersblöcke umschließen jeweils einen geschützten Innenhof. Die Quartiere öffnen sich zu zwei, bzw. drei Seiten in den Stadtraum. Die Gebäude werden über die halböffentlichen Innenhöfe erschlossen.

Alle 3- bis 6-Spänner haben einen eigenen Eingang und werden über ein minimiertes, zentrales Treppenhaus erschlossen, um die größtmögliche Fläche als Wohnraum nutzen zu können. Der geplante Wohnungsmix von 2- bis 4-Zimmer-Wohnungen ermöglicht eine gesunde Mischung der Bewohner von Familien, Senioren, Singles und Studenten. Jeweils 40 % der Einheiten sind 2- oder 3-Zimmer-Wohnungen.

Großzügige Wohnräume, reduzierte Flure und gebündelte Nebenraumzonen prägen die Grundrisse. Moderne, bodentiefe Fenster belichten alle Wohnräume großzügig mit Tageslicht. Jede Wohnung verfügt über einen privaten Außenraum als Balkon, Dachterrasse oder Mieter­garten im Erdgeschoss.

Zusätzliche geschützte, halböffentliche Freiflächen bieten die mit heimischen, ortstypischen Arten begrünte Innenhöfe als Quartiersplatz. Hier ermöglichen gemeinschaftliche Kinderspiel- und Grünflächen Austausch und Kontakt unter den Bewohnern aus dem Quartier und der umlie­gen­den Wohnbebauung.